Schwarze Schafe im Onlinemarketing erkennen - !NSIDE - Marketing, Kommunikation & Werbung in Südtirol Cactus-Blog
27. Januar 2022

Schwarze Schafe im Onlinemarketing erkennen

Für viele Unternehmer und Unternehmen ist der Bereich Onlinemarketing das sprichwörtliche Buch mit (mindestens) sieben Siegeln. Dass das etwas mit Google zu tun hat und auch mit Facebook – ja klar. Irgendwo schwirren Gedankenfetzen umher, dass es wichtig ist, viele Klicks zu bekommen, von SEO und CTRs wurde mal was aufgeschnappt, Mailinglisten und, und, und...

Gerade in unserer klein strukturierten Wirtschaft in Südtirol ist es nicht möglich, dass jedes Unternehmen einen Experten für Onlinemarketing als Mitarbeiter hat, und doch steht jedem Unternehmen durch die unzähligen Kommunikationsmöglichkeiten durch das Internet die Welt offen. Vorbei sind allerdings die Zeiten in denen es ausreichend war, als Betrieb eine eigene Internetseite zu haben. Wer seine Internetseite optimal in der Google-Suche platzieren will, um damit die größtmögliche Anzahl an potentiellen Kunden und Mitarbeitern zu erreichen, hat viele Stellschrauben, die das Ranking der eigenen Seite beeinflussen und zu einer Verbesserung führen können. Wir sprechen von der Suchmaschinenoptimierung (SEO). Der teilweise hohe Aufwand, der für diesen technischer Prozess wie auch eine inhaltliche Optimierung anfällt ist leider oft wenig sichtbar und greifbar. Dazu kommen noch verschiedene Werbemöglichkeiten die sich anbieten. Doch welche eignen sich am Besten? Google-Werbung? Portale? Facebook? LinkedIn?

Durch die Komplexität und Vielfältigkeit der Online-Angebote bietet sich der Bereich Onlinemarketing für Schaumschläger aller Art an, mit Anglizismen und Abkürzungen zu prahlen, in Reports mit hohen CTRs und kleinen CPMs und einem ausgezeichneten ROAS zu schwärmen, damit sie als Kunde beeindruckt sind. „Das klingt ja gut und professionell, die scheinen es zu können.“ Aber die Frage ist:

Wissen Sie, wo und wie sie ihr Budget am effektivsten einsetzen können?

Wahrscheinlich können Sie die Frage nicht mit einem klaren JA beantworten. Sie müssen also jemanden vertrauen, der Sie unterstützt. Ganz gleich, ob sie sich für eine Agentur oder einen Freelancer entscheiden, wer ihr Vertrauen erhält, sollte sie ehrlich behandeln und nicht irgendwelche falschen Versprechungen machen.

Deshalb habe ich hier kurz einige Punkte zusammengefasst, bei denen bei Ihnendie Alarmglocken schrillen sollten.

7 Merkmale, wie Sie Schwarze Schafe im Onlinemarketing erkennen:

  1. Unklare Preise: Wenn Sie am Anfang des Monats nicht ungefähr wissen, wie hoch die Rechnung am Monatsende ausfallen wird, sollten Sie hellhörig werden. Natürlich können manchmal Zusatzaufwände entstehen die vorher nicht abzuschätzen waren, diese sind aber transparent zu kommunizieren. Manche Anbieter verrechnen den eigenen Aufwand und die Werbekosten für die Anzeigeschaltung als eine Position. Dies ist sehr verdächtig, da Sie so nicht nachvollziehen können, welche Arbeit  der Anbieter effektiv geleistet hat.
  2. Lange Verträge: Besonders wenn es sich um Knebelverträge handelt, also mit einer langen Laufzeit mit schwer kündbaren Klauseln ist Vorsicht geboten. Auch hier ist eine transparente Beratung angesagt: Dass gewisse Maßnahmen z.B. bei Suchmaschinenoptimierung eine gewisse Zeit benötigen und sich Erfolge z.B. bei nicht schon nach einem Monat einstellen werden, ist transparent zu erklären.
  3. Anbieter besitzt den Kundenaccount: Sehr unseriös ist es, wenn der Anbieter der Eigentümer des Google-Kontos, Business-Managers oder sonstiger Zugängen ist. Die Rechnungen für Anzeigen von Google bzw. Facebook sollten immer direkt an den Kunden gestellt werden und nicht über eine Agentur verrechnet werden. Der Kunde soll jederzeit Zugriff auf das ganze Konto haben um ihm im Bedarfsfall auch einen unproblematischen Anbieterwechsel zu ermöglichen.
  4. Unverständliche Sprache: Wenn sich in Strategien oder Reports zuviel Fachchinesisch einnistet, sollten Sie aufpassen. Auch wenn die Thematik im Onlinemarketing komplex ist und die Begriffe üblicherweise in englischer Sprache verwendet werden, so sollte immer alles so erklärt werden, das Sie es verstehen.
  5. Überschwängliche Versprechungen: Wir bringen Sie bei Google an die erste Position. Wir sorgen für über 30% mehr Verkäufe. Wir steigern Ihre Sichtbarkeit um über 50%. Wenn Ihnen solche Versprechungen gemacht werden, dann sollten sie sehr misstrauisch werden. Niemand kann in der Onlinewelt solche Versprechungen machen – außer sie arbeiten nicht seriös. Denn so wie Bewertungen (Link) käuflich sind, sind auch Klicks käuflich und manche Anbieter schrecken nicht davor zurück, Ihre Arbeit mit gefakten Klicks und Likes zu beschönigen. Deshalb ist hier die Erwartungshaltung von verschiedenen Maßnahmen richtig einzuordnen.
  6. Kein Hauptansprechpartner: Bei häufig wechselnden Ansprechpartnern oder wenn Sie bei Fragen nur schwer eine Antwort erhalten, haben Sie wahrscheinlich den falschen Partner ins Boot geholt. Gerade wenn das Vertriebsteam größer ist, als das Fachpersonal können Sie davon ausgehen, dass hier auch der Verkauf wichtiger ist als die Betreuung. Gerade bei großen Anbietern wie z.B. Italia Online (ehemals Seat Pagine Gialle) haben wir selbst diese Erfahrung bei einigen Kunden gemacht.
  7. Keine Referenzen: Überprüfen Sie das Gesamtbild des Anbieters. Wie seriös ist der Auftritt? Scheinen eventuelle Kundenstimmen nicht real und erkennen Sie vielleicht, dass es sich bei den Referenzen um Portraits aus Bildarchiven handelt? Sind nachvollziehbare Referenzen Mangelware? Dann sollten Sie überlegen, wem sie sich anvertrauen.

Den richtigen Partner zu finden ist sicher nicht einfach, deshalb nun noch kurz einige Punkte, wie sie die Herangehensweise einer guten Agentur erkennen:

  1. Werbekanäle werden nach eingehender Analyse Schritt für Schritt aufgebaut, um ein konstantes und nachhaltiges Wachsen zu ermöglichen
  2. Die Erwartungshaltung wird von Vornherein ins richtige Licht gerückt. Was ist machbar, was ist sinnvoll?
  3. Auswertungen und Reportings werden verständlich erklärt, um daraus Entscheidungen für die richtige Unternehmensentwicklung zu treffen
  4. Die Kosten werden transparent mitgeteilt
  5. Das Tracking der einzelnen Maßnahmen wird nachvollziehbar eingerichtet
  6. Es muss ein Zusammenspiel mit konstantem Austausch zwischen Kunde und Agentur bestehen, um eine nachhaltige Entwicklung zu erzielen.

Und wie arbeiten wir? Genau, nach den letztgenannten 6 Punkten. Egal ob online offline – da wir beide Disziplinen vereinen, ist für uns jedes Medium immer nur ein Vehikel, die relevanten Botschaften der Zielgruppe näher zu bringen. Jeder Betrieb hat eine andere Realität, andere Voraussetzungen, andere Käuferschichten, er ist einzigartig. Deshalb gibt es für uns auch keine Lösungen von der Stange, sondern wir erarbeiten für jeden Kunden individuelle und ganzheitliche Kommunikationskonzepte, um das eingesetzte Budget bestmöglich zu nutzen.

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